Mittwoch, den 12. Dezember 2018 um 23:13 Uhr

KOLÜSCH lädt ein

Unser „Restaurant der Herzen“ ist geöffnet

Kolüsch lädt ein

„Der Mensch lebt nicht von Brot allein“. Mit diesem Bibelzitat eröffnete Pfarrer Riesenberg die diesjährige KOLÜSCH-Saison. Frau Dr. Bunse als stellvertretende Sozial­ausschuss­vorsitzende betonte in ihrer Begrüßungs­rede, wie wichtig das Angebot von KOLÜSCH sei. Nicht nur wegen einer warmen Mahlzeit am Tag, sondern auch wegen der sozialen Kontakte in unserem „Restaurant der Herzen“.

Viele vertraute Gesichter befanden sich am Eröffnungstag unter den Gästen.
Aber es waren auch einige neue Besucher dabei, die von der restaurantähnlichen Atmosphäre positiv überrascht waren: „Es hat uns sehr gut gefallen und wir kommen morgen wieder!“
Auch Vertreter von Parteien und Organisationen nahmen an der Eröffnung teil und ließen es sich ebenfalls bei zahlreichen Gesprächen gut schmecken. Traditionsgemäß gab es Grünkohl mit Mettwurst, wie immer lecker zubereitet durch das DRK-Team rund um den Küchenchef Marco Kobe.

Alle Gäste drückten ihre Freude aus, für 3 Monate im Barbaraheim wieder einen Treffpunkt für Gespräche und Kontakte zu haben. Und natürlich auch eine kostenlose warme Mahlzeit. Bis zum 15. März wird das KOLÜSCH-Team montags bis freitags von 12:30 bis 14:00 Uhr wie gewohnt an liebevoll gedeckten Tischen unseren wechselnden Mittagstisch servieren. Wir laden dazu herzlich ein!

 WAZ-Artikel "Hier werden warme Mahlzeiten mit Wertschätzung serviert" vom 12.12.2018

 

Dienstag, den 04. Dezember 2018 um 23:34 Uhr

KOLÜSCH öffnet wieder die Türen

Am Dienstag, 11.12.2018 startet die neue Saison

Kolüsch Plakat

„Wann geht es denn wieder los bei KOLÜSCH?“ In diesen Tagen eine häufig gestellte Frage der Gäste und Unterstützer.
Die Antwort ist leicht zu geben: Am Dienstag, 11 Dezember 2018 werden sich die Türen unseres Restaurants des Herzen zur 26. Saison öffnen.

„Wir freuen uns schon darauf, unsere Gäste wie immer für 3 Monate im Barbaraheim begrüßen zu dürfen“, sind sich Felix Brill und Claudia Kretschmer von der Evangelischen Sozial- beratung Bottrop (ESB) einig.

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Plakate und Flyer werden diese Tage bei Behörden, sozialen Einrichtungen, Kirchen- gemeinden und Arztpraxen verteilt. Geschirr und Besteck muss gesichtet werden, ob es noch in ausreichender Zahl vorhanden ist. Schließlich werden bis zu 100 Gäste erwartet!

„Was ist mit den Trockentüchern und den Reinigungsmitteln? Hast du schon den großen Besen gefunden? Wo ist die große Suppenkelle? “ Anne Glenz und Bernd Dertwinkel raucht schon der Kopf. Beide gehören als 1,50€-Jobber zum Kolüsch-Team und sind in der übrigen Zeit in der ESB beschäftigt.

Wie auch in den Jahren zuvor bietet KOLÜSCH – unser Restaurant der Herzen nicht nur eine kostenlose warme Mahlzeit, sondern auch einen Ort der Begegnung. Das Angebot richtet sich an Menschen in Not: an Wohnungslose, Alleinstehende, vereinsamte Menschen, alleinerziehende Mütter mit Kindern, RentnerInnen mit geringem Einkommen, Menschen mit Suchterkrankungen oder psychischen Problemen.

Das etwas andere Restaurant ist montags bis freitags von 12:30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Leider steht mit dem 15. März 2018 auch schon das Ende der diesjährigen Saison fest. Aber daran will das KOLÜSCH-Team noch gar nicht denken…

   

Dienstag, den 13. November 2018 um 12:22 Uhr

So leben Menschen ohne Wohnung

1. umfassende Studie des Diakonie-Verbandes EBET

Ohne Wohnung

Es gibt viele Statistiken über den Großteil der bundes­deutschen Bevölkerung, zu Einkommen, Gesundheit, Bildung, Haushaltsstrukturen, Lebensgewohnheiten. Nur keine systematische bundesweite und amtliche Untersuchung über Menschen ohne eigene Wohnung.

Seit Jahren fordern die Wohnungslosenorganisationen eine Bundesstatistik, um verlässliche Aussagen über die Anzahl und die Lebenssituation von Wohnungslosen treffen zu können.

Immerhin waren 860.000 Menschen nach Schätzung der BAG Wohnungslosenhilfe in 2016 von Wohnungslosigkeit betroffen, Tendenz steigend.

Um etwas an dieser unhaltbaren Situation zu ändern, hat der Diakonieverband EBET e.V. nun selbst eine Studie in Auftrag gegeben. Es liegt zum ersten Mal eine systematische und umfassende Untersuchung der Situation wohnungsloser Menschen vor. Die Diakonie sieht anhand ihrer Zahlen die Forderung nach einem Recht auf Wohnen bestätigt und appelliert an die Pflicht der Politik. Ziel muss es sein, Wohnungslose so schnell wie möglich wieder in feste Wohnungen zu bringen. Die Studie belegt, wie schnell und deutlich sich die Lebenslage bereits nach einem Monat in der Wohnungslosigkeit verschlechtert.

„Wohnen ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht“, fordert Maria Loheide, Vorstand für Sozialpolitik bei der Diakonie.  Jens Rannenberger von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie ergänzt: „Wohnungslosigkeit verletzt die Menschenwürde jedes Einzelnen, missachtet individuelle Grundrechte und schadet unserer Gesellschaft!“

 

Weitere Infos finden Sie hier:

   

Donnerstag, den 18. Oktober 2018 um 20:35 Uhr

„Armut stört“

Nationale Armutskonferenz stellt ihren 3. Schattenbericht vor

Armut stört

„Armut stört Eltern, wenn sie ihre Kinder nicht mit genug Schulsachen ausstatten können; Obdachlose, die auf der Straße verelenden; langzeitarbeitslose Menschen, die sich seit Jahren vergeblich um einen guten Arbeitsplatz bewerben. Armut stört viele Menschen empfindlich in ihrem Leben.“

Darauf weist Barbara Eschen, Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (NAK) in ihrem Vorwort zum 3. Armutsbericht hin.
Die NAK ist ein Bündnis von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Selbsthilfeorganisationen, das sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzt.

Der Bericht stellt fest, dass viele Menschen in Deutschland trotz boomender Wirtschaft nicht genug zum Leben haben. Als Hauptursache werden Arbeitslosigkeit, Niedriglohnjobs und das Alleinerziehen von Kindern genannt. Rund16 Prozent der deutschen Bevölkerung leben an der Armutsgrenze.

Dieser 3. Schattenbericht, der am 17. Oktober 2018, dem diesjährigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut veröffentlicht wurde, versteht sich als Parallelbericht zur Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung. Er gibt insgesamt einen Überblick über den armutspolitischen Handlungsbedarf, bietet Analysen und lässt vor allem Betroffene zu Wort kommen. Dabei zeigt sich: Für viele Menschen ist Armut trotz Arbeit bittere Realität.

Barbara Eschen: „Armut zu bekämpfen ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Verpflichtung!“

 

Weitere Infos finden Sie hier:

   

Mittwoch, den 29. August 2018 um 12:42 Uhr

Wohnraum wird knapp und immer teurer

Stadt Bottrop will den Mietzuschuss erhöhen

Wohnraum wird knapp und immer teurer

Wer Geld vom Jobcenter oder Sozialamt erhält, muss bestimmte Grenzen bei den Kosten für die Miete berücksichtigen. Diese Mietobergrenze, die durch die Stadt Bottrop 2010 festgelegt wurde, entspricht aber nicht mehr der Realität auf dem Wohnungsmarkt. Wurden damals 5,15€/qm in der mittleren Wohnlage und Altersklasse der Wohnung zugrunde gelegt, weist der aktuelle Mietspiegel für denselben Quadratmeder bereits 5,47€ aus.

So wird es immer schwieriger, eine neue Wohnung zu finden. Aber auch die irgendwann mal unter den gültigen Bedingungen angemietete Wohnung verteuerte sich durch Modernisierungsmaßnahmen oder energetische Sanierungen. Die Folge ist, dass Leistungsbezieher von Hartz IV oder Sozialhilfe zu einem Umzug aufgefordert werden oder die Differenz von dem eh schon knapp bemessenen Lebensunterhalt zur Miete dazu tun müssen.

Peter Sommer, Leiter des Sozialamtes, hat jetzt erfreulicherweise angekündigt, dass die Richtlinien angepasst und damit die als angemessen geltende Miete angehoben wird. Bleibt zu hoffen, dass zumindest dem jeweils aktuellen Mietspiegel Folge geleistet wird. Das Bundessozialgericht hat sogar in einem Urteil eine Orientierung an die Werte des Wohngeldgesetzes verkündet. Demzufolge darf die Kaltmiete mit Betriebskosten ohne Heizkosten für eine alleistehende Person 429,-€ kosten.

Aus Gründen der Gerechtigkeit und Gleichbehandlung wünschen wir uns, dass die „Altfälle“ automatisch an die neue Mietobergrenze angepasst werden, ohne dass ein Antrag erforderlich ist.

   

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