Menschen mittendrin und doch am Rande

Der Berliner Platz als Lebensmittelpunkt

Menschen mittendrin und doch am Rande

Für einige ist er ihr Wohnzimmer. Nur dass man in der Öffentlichkeit steht und für alle präsent ist. Sie sind nicht immer gerne gesehen, die Männer und Frauen, die sich täglich dort treffen, keine Arbeit haben und auch zur Bierflasche greifen.
Manch einer fühlt sich durch die für sich stehende Gruppe belästigt - alleine schon durch den Anblick. Oder man hat Angst. Dass es sich um Bottroper BürgerInnen mit ihren Einzelschicksalen handelt, wird in der Diskussion oft vergessen und andere Interessen überwiegen.

„Ich habe keine sozialen Kontakte mehr. Ich bin alleinstehend und gerne in Gesellschaft. Am Berliner Platz treffe ich Menschen mit den gleichen Problemen“, erklärt Marc.

Doch sie stören andere und sollen weg – kurzum! Dass der Treffpunkt sich dann nur, wie die Vergangenheit und die Erfahrungen beweisen, in andere innerstädtische Bereiche verschiebt, wird nach dem Floriansprinzip in Kauf genommen.

Aber es gibt Alternativen zur Vertreibung, wie zum Beispiel das Sozialamt der Stadt Bottrop mit ihrer aufsuchenden Hilfe und dem städtischen Sozialarbeiter Norbert Eickholt beweist. Wir möchten für einen sozialarbeiterischen Ansatz werben, der an den Problemlagen der Einzelnen ansetzt und allen Beteiligten gerecht wird.

Die Stadt gehört allen - Soziale Ausgrenzung löst keine Probleme!