So leben Menschen ohne Wohnung

1. umfassende Studie des Diakonie-Verbandes EBET

Ohne Wohnung

Es gibt viele Statistiken über den Großteil der bundes­deutschen Bevölkerung, zu Einkommen, Gesundheit, Bildung, Haushaltsstrukturen, Lebensgewohnheiten. Nur keine systematische bundesweite und amtliche Untersuchung über Menschen ohne eigene Wohnung.

Seit Jahren fordern die Wohnungslosenorganisationen eine Bundesstatistik, um verlässliche Aussagen über die Anzahl und die Lebenssituation von Wohnungslosen treffen zu können.

Immerhin waren 860.000 Menschen nach Schätzung der BAG Wohnungslosenhilfe in 2016 von Wohnungslosigkeit betroffen, Tendenz steigend.

Um etwas an dieser unhaltbaren Situation zu ändern, hat der Diakonieverband EBET e.V. nun selbst eine Studie in Auftrag gegeben. Es liegt zum ersten Mal eine systematische und umfassende Untersuchung der Situation wohnungsloser Menschen vor. Die Diakonie sieht anhand ihrer Zahlen die Forderung nach einem Recht auf Wohnen bestätigt und appelliert an die Pflicht der Politik. Ziel muss es sein, Wohnungslose so schnell wie möglich wieder in feste Wohnungen zu bringen. Die Studie belegt, wie schnell und deutlich sich die Lebenslage bereits nach einem Monat in der Wohnungslosigkeit verschlechtert.

„Wohnen ist keine Ware, sondern ein Menschenrecht“, fordert Maria Loheide, Vorstand für Sozialpolitik bei der Diakonie.  Jens Rannenberger von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie ergänzt: „Wohnungslosigkeit verletzt die Menschenwürde jedes Einzelnen, missachtet individuelle Grundrechte und schadet unserer Gesellschaft!“

 

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